Die Weberin

    So schauet mit bescheid`nem Blick
    Der ewigen Weberin Meisterstück,
    Wo ein Tritt tausend Fäden regt,
    Die Schifflein hinüber, herüber schießen,
    Die Fäden ungesehen fließen,...

                             Johan Wolfgang von Goethe


  

 

Vorwort

    
Allerorts dokumentieren sich in der Oberlausitz, so auch in Cunewalde, Zeugnisse der ehemals blühenden Textilindustrie.

Die Gebäude der zahlreichen ehemaligen Industriebetriebe sowie das Kulturgut der Region verweisen auf die alten Traditionen. Zahllose Gedichte, Lieder, Reime, Sketche, Erzählungen und Romane handeln über das Leben der Weber, ihren Familien und der Zulieferer für die Textilindustrie. Die Textilproduktion, welche für die Existenzsicherung in der Region von enormer Bedeutung war, prägte die Kultur und den Altag der Menschen über mehr als vier  Jahrhunderte ... nur wer seine Wurzeln kennt, weiß wohin er wächst. Seit mehreren Jahren existieren in Cunewalde und in der gesamten Oberlausitz nur noch wenige der ehemaligen Betriebe der Textilindustrie es werden keine Stoffe mehr gewebt. Auf Grund dessen ist unsere Idee entstanden, auf eine moderne Art und Weise, die alte Webertradition in Cunewalde wieder zum Leben zu erwecken.

In der Cunewalder Tanzweberei werden zuerst kleine Tanzschritte gewebt, aus denen später ein gesamter Tanzstoff entstehen soll. In Form von wochöntlichen Tanzstunden und Workshops werden für alle Altersgruppen die verschiedensten Tanzarten angeboten. Vom klassischen Ballett, Hip-Hop, Tango Argentino, Flamenco, Jazztanzgymnastik, Tanztherapie bis hin zum Tanzunterricht für Mutter und Kind bieten wir alles an. Dabei arbeiten wir mit internationalen Choreographen, Tanzpädagogen

und Tänzern zusammen.

Unser Ziel ist es, dass die Menschen erleben, wie viel Freude Tanzen bereitet. Ganz nebenbei bringen wir unseren Teilnehmern

die weltweite Tanzkultur nahe.

Wir, als Cunewalder Tanzweberei, wollen dazu beitragen, dass die Menschen einander wieder näher kommen.
 

Projektleiter
Cunewalder Tanzweberei e.V.
Stanislaus Nowak